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Durch Farbkompositionen in wolkigem Ocker oder feurigem Rot ziehen sich wie willkürlich gesetzt schwarze Spuren, die an japanische Schriftzeichen erinnern. Der Gedanke kommt nicht von ungefähr, denn die Malerin Bärbel Steffens schöpft Ideen und Kraft für ihre großformatigen Arbeiten und Bildserien aus fernöstlicher Philosophie. Als „eurasisches Bündnis“ werden ihre Werke auch bezeichnet: „Die geistige Tiefe des Taoismus, verbunden mit europäischer Schwere und der ungestümen Freiheit des Informel, schafft Farb- und Formwelten von eigentümlicher Ausdruckskraft“ (Chris Steinbrecher).
Die freischaffende Künstlerin spielt mit den Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft. Japanische Titel unterstreichen die Konzentration aufs Wesentliche, formale Reduktion lässt Raum für freie malerische Assoziationen. Bei „Shima“, was Insel bedeutet, prägen Erdtöne von beige bis schwarz das große Querformat. Das Werk lässt an Sandstürme denken und an eine Landschaft, die ein Erdbeben aufgerissen hat. Für die raue, schrundige Oberfläche mischt Bärbel Steffens Farbpigmente solange mit den unterschiedlichsten Sandkörnungen, bis Strukturen entstehen, auf denen das Licht spielt.
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